Neuer Mindestlohn in Frankreich
Ab dem 1. Juni 2026 wird der französische Mindestlohn (SMIC) um 2,41 % erhöht. Diese Anpassung steht vor allem im Zusammenhang mit der steigenden Inflation, die insbesondere durch höhere Energiepreise getrieben wird.
Am 13. Mai meldete das französische Nationale Institut für Statistik und Wirtschaftsstudien einen Anstieg des Verbraucherpreisindex im April 2026 um 2,2 % gegenüber dem Vorjahr. Die höheren Energiekosten, im Zusammenhang mit dem anhaltenden Konflikt im Nahen Osten, waren der Hauptgrund für diesen Anstieg.
Das französische Recht sieht eine automatische Anpassung des Mindestlohns vor, wenn der Verbraucherpreisindex um mindestens 2 % gegenüber dem Stand bei der letzten SMIC-Anpassung steigt. Die Behörden legen die Höhe der Erhöhung daher auf Grundlage der Entwicklung dieses Index fest.
Infolgedessen wird der SMIC ab dem 1. Juni 2026 um 2,41 % steigen. Die neuen Beträge lauten wie folgt:
- Bruttomindestlohn pro Stunde: 12,31 €, gegenüber derzeit 12,02 €;
- monatlicher Bruttomindestlohn für eine Vollzeitbeschäftigung: 1.867,02 €, gegenüber derzeit 1.823,03 €, was einem Anstieg von 43,99 € brutto pro Monat entspricht;
- monatlicher Nettomindestlohn für eine Vollzeitbeschäftigung: 1.477,93 €, gegenüber derzeit 1.443,11 €, was einem Anstieg von 34,82 € netto pro Monat entspricht.
Nationale Anwendbarkeit
Die neuen Beträge gelten im französischen Mutterland sowie in Guadeloupe, Französisch-Guayana, Martinique, Réunion, Saint-Barthélemy, Saint-Martin und Saint-Pierre-et-Miquelon.
Für Mayotte beträgt der Bruttomindestlohn pro Stunde ab dem 1. Juni 2026 hingegen 9,56 €, gegenüber zuvor 9,33 €. Der monatliche Bruttomindestlohn für eine Vollzeitbeschäftigung beträgt 1.449,93 €, gegenüber derzeit 1.415,05 €, was einem Anstieg von 34,88 € brutto pro Monat entspricht.