Der slowenische Arbeitsminister Luka Mesec hat eine Erhöhung des nationalen Mindestlohns um 16% angekündigt, der 2026 1.482 € brutto erreichen wird.
Das Nettogehalt wird je nach individuellen Umständen, wie der Anzahl der Angehörigen und Steuerfreibeträgen, variieren, beträgt jedoch für eine alleinstehende Person ohne Kinder etwa 1.000 € netto.
Sozioökonomischer Kontext
Der neue nationale Mindestlohn basiert auf periodischen Berechnungen der minimalen Lebenshaltungskosten in Slowenien, die in den letzten drei Jahren um 18%, auf 791€, gestiegen sind.
Da laut dem Mindestlohngesetz (Zakon o minimalni plači) der Betrag zwischen 120% und 140% der minimalen Lebenshaltungskosten liegen muss, wurde der Mindestlohn auf etwa 1.000 € netto festgesetzt.
Wie Minister Mesec betonte, wird das Leben in Slowenien zunehmend wirtschaftlich unerschwinglich, wodurch viele Haushalte, einschließlich solcher mit Geringverdienern, in eine schwierige Lage geraten.
Kritik und wirtschaftliche Debatte
Die Entscheidung, den nationalen Mindestlohn zu erhöhen, fällt nach einem Monat hitziger Debatten zwischen Unternehmensführern und Gewerkschaftern.
Während die Gewerkschaften die vom slowenischen Regierung eingeführte Zahl begrüßten, bezeichneten Unternehmensvertreter sie als schädlich für die Wirtschaft und warnten vor möglichen Folgen wie Arbeitsplatzverlusten, sinkender Wettbewerbsfähigkeit und steigender Inflation.
Zulagen und Prämien
Der slowenische Minister kündigte außerdem eine Erhöhung der Urlaubsvergütung und der Weihnachtsprämie an, die beide als Prozentsatz des Mindestlohns berechnet werden: Die Arbeitnehmer erhalten eine Urlaubsvergütung von 1.482 € und eine Weihnachtsprämie von 741 €.